The Point

Funktionelles Training

Du willst dich im Alltag fit und beweglich fühlen, statt nur Gewichte zu stemmen? Hier erfährst du, wie wir deinen Körper als Ganzes trainieren, damit du bei deinen Hobbys und im Leben genau die Power hast, die du brauchst – und dabei langfristig schmerzfrei bleibst.

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Was bedeutet „Funktionell“?

Das S.A.I.D-Prinzip

Kurz gesagt: Wir trainieren Bewegungsmuster statt isolierter Muskeln. Das Ziel ist ein Körper, der performt. Hier kommt das S. A. I. D.-Prinzip ins Spiel (Specific Adaptation to Imposed Demands): Dein Körper passt sich exakt dem an, was du tust. Wer nur an geführten Maschinen sitzt, wird sehr gut darin, Kraft im Sitzen auszuüben – aber verliert die Fähigkeit, sich im freien Raum zu stabilisieren.

© Elias Lechner

Die 3 Säulen nach Michael Boyle

Mike Boyle, einer der Pioniere des funktionellen Trainings (FT), setzt auf drei goldene Regeln:

  1. Stabilität selbst erzeugen: Im Gegensatz zu Kraftgeräten, die dir die Stabilisierung abnehmen, musst du beim FT selbst für Balance sorgen. Dein Körper ist das Fundament.
  2. Einbeinige Kraft (Unilateralität): Schau dir fast jede Sportart an – Laufen, Springen, Sprinten passiert fast immer einbeinig. Warum also nur beidbeinig trainieren? Einbeinige Kraft ist der Schlüssel zur Performance.
  3. Vom Boden aus arbeiten: Wir trainieren vorzugsweise im Stehen und mit Bodenkontakt (Closed Chain). Das spiegelt die natürliche Funktionsweise deiner Muskelketten wider.

Wichtig: Isolation ist kein Feind! Manchmal müssen wir Muskeln (wie die tiefe Bauchmuskulatur) erst isoliert „aktivieren“, damit sie in komplexen Bewegungen überhaupt wieder anspringen.

Warum das Ganze?

Deine Ziele

Warum solltest du funktionelle Übungen in deinen Plan einbauen?

  1. Verletzungsprävention: Das wichtigste Ziel. Wir stärken Schwachstellen (wie instabile Hüften oder Knie), bevor sie zum Problem werden.
  2. Leistungssteigerung: Kraft ist nur dann wertvoll, wenn du sie in Schnelligkeit und Explosivität umsetzen kannst.

Traditionell vs. Funktionell: Was bringt mehr? Eine Studie mit Volleyballern zeigt den Unterschied: Die funktionelle Gruppe sprang 8 cm höher, da sie lernte, ihre Muskelketten optimal zu koordinieren. Die Gruppe mit klassischem Krafttraining war jedoch bei Richtungswechseln vorne. Ein Grund könnte sein: Schwere Gewichte stärken die Sehnen und die Fähigkeit, hohe Kräfte beim Abbremsen abzufangen. Fazit: Man wird gut in dem, was man trainiert – die Mischung macht’s!

© Elias Lechner

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Progression

Komplexität vor Gewicht

Im klassischen Krafttraining packst du einfach mehr Scheiben auf die Hantel. Im funktionellen Training steigern wir uns anders – wir erhöhen die Komplexität:

  • Von stabil zu instabil.
  • Von beidbeinig zu einbeinig.
  • Von linear (geradeaus) zu dreidimensional (Rotationen).

So forderst du dein neuromuskuläres System heraus – also das Zusammenspiel zwischen deinem Gehirn und deinen Muskeln.

 

Nächste Schritte – Bereit, richtig durchzuziehen?

Willst du in deiner Sportart besser werden oder dich im Alltag einfach schmerzfrei und beweglich fühlen? Dann probier es aus! Du musst nicht dein ganzes Training umstellen. 1 bis 2 funktionelle Übungen am Anfang deines Workouts reichen oft schon aus.

 

Meine Empfehlung für dich: Versuch es mal mit Bulgarian Split Squats (BSS).

 

Wenn du Hilfe bei der Ausführung brauchst oder wissen willst, wie du FT in deinen Plan im The Point integrierst – sprich mich oder das Team einfach an.

Viel Erfolg beim Training und bis zum nächsten Mal!

Über den Autor: Elias Robatsch

Elias Robatsch ist Bachelor of Science (BSc) in Sportmanagement, Dipl. Fitnesstrainer und Kursleiter, u. a. für Funktionelles Training, TRX und Indoor Cycling. Seit mehreren Jahren betreut er Mitglieder im Wohlfühlstudio The Point in Hall in Tirol und hat sich darauf spezialisiert, den Einstieg ins Krafttraining einfach, sicher und motivierend zu gestalten.